Das Kloster Kapucijnen in Izegem

Am 12. September 1914 kamen in Izegem deutsche Aufklärer an. Die Deutschen fielen in das Kloster der Kapuziner ein, nahmen einige Bewohner gefangen und bedrohten sie mit dem Tod. Schlieβlich lieβ der deutsche Besatzer alle wieder frei.

Am 11. November 1914 wurde das Kloster der Kapuziner von den Deutschen eingefordert und in ein Lazarett umgebaut. Die Pater konnten aber in einem Teil des Klosters, der nicht von den Deutschen benutzt wurde, wohnen bleiben. Täglich wurden im Klostergebäude Operationen ausgeführt, wobei oft Beine oder Arme amputiert wurden. Der Klostergarten fungierte als Erholungsort für die genesenden deutschen Soldaten. Die Ärzte des Klosters konnten sich im Kasino im Haus von Romenie Spriet, einige Häuser vom Kloster entfernt, entspannen.

Anfang Dezember 1915 wurden alle Verletzte aus dem Kloster abtransportiert und die Fahnen des Roten Kreuzes vom Kloster entfernt. Einige Tage später wurden aber wieder Verwundete ins Kloster gebracht und die Deutschen zogen die Fahnen wieder hoch. Das passierte im Laufe des Krieges mehrmals und letztendlich blieb das Kloster während der Kriegszeit immer in Händen der Deutschen.