Das Schloss “Blauw Huis” wurde Anfang des Ersten Weltkriegs von den Deutschen besetzt. Der Garten des Schlosses war für die Logistik der deutschen Armee sehr wichtig:  Zelte und Baracken wurden dort unter anderem für die Lagerung von Baumaterialien und Munition errichtet. Die Baracken wurden zwischen hohen Wällen gebaut damit sie nicht zerstört werden konnten, wenn ein Munitionsdepot explodieren sollte.

Die adlige Familie Gilles de Pélichy blieb bis zum 30. September 1918 im Schloss. Danach forderten die Deutschen das Schloss für die Endoffensive ein. Als die Deutschen sich während der Endoffensive zurückziehen mussten, haben sie die ganze Munition im Garten zur Explosion gebracht, wodurch der zum Schloss gehörende Hof “het Neerhof” und der Schlosswald abbrannten. Nur das Schloss selbst blieb stehen.  Nach der Befreiung zog die Familie Pélichy nicht wieder ins Schloss und es wurde zunächst für die Einquartierung von französischen Soldaten in Izegem benutzt. Danach hielten sich dort amerikanische Soldaten und Sanitäter auf.