Behaeghe Aimé

Aimé Behaeghe wurde am 17. November 1890 in Kachtem (Izegem) geboren. In seiner Freizeit war er Radrennfahrer und arbeitete zunächst als Fahrradmechaniker bis er seine Ausbildung zum Automechaniker und Flugzeugerbauer anfing. Von 1913 bis 1914 wohnte Aimé zusammen mit seinem Bruder in Brasilien, wo er ein talentierter Pilot wurde.

Als am 4. August 1914 Deutschland in Belgien einfiel, kehrten Aimé und sein Bruder nach Belgien zurück, um sich freiwillig zum Kriegsdienst zu melden. Am 29. Oktober 1914 wurde Aimé bei der belgischen Luftwaffe eingesetzt und stieg dort schnell zum Leutnant auf. 1915 operierte er als Pilot an der Yser-Front. Nach Angaben von unterschiedlichen Quellen hatte er als Pilot eine sehr erfolgreiche Karriere, indem er zwischen dem 16. April und dem 8. Dezember des Jahres 1915 137 Beobachtungsflüge wie auch Angriffsflüge vollendete. Er war an 17 Luftkämpfen beteiligt, in denen er jedes Mal ungeschoren davon gekommen ist.

Am 12. Dezember 1915 wurde er in den Kongo, einer damaligen Kolonie von Belgien, versetzt. Dort arbeitete er als Pilot für die Force Publique (Öffentliche Wehrmacht) und war Teil eines Teams von Flugzeugen, das den Tanganjikasee von den Deutschen wiedererobern sollte. Der See gehörte zum deutschen Ostafrika, bzw. einem von den Deutschen besetzten Gebiet, das das Festland des heutigen Tansania umfasst. Aimé ist vor allem für seine Flüge dort berühmt geworden. Er war der erste Pilot, der in Zentralafrika flog und wurde „der Sieger vom Tanganjikasee und der Stadt Kigoma“ genannt. Am 3. Dezember 1916 starb Aimé an einer Krankheit.

Foto: Kollektion Tillo Behaeghe