Heinrich Dokter wurde am 23. Januar 1884 geboren. Im August 1914 wurde Heinrich zum Wehrdienst bei der deutschen Armee einberufen und bei einem neu aufgestellten Reservejäger Bataillon, bzw. einer zur Infanterie gehörenden Kampfeinheit eingeteilt. Im Bataillon herrschte groβer Mangel an Waffen und Ausrüstungsgegenständen.  

Nach einer kurzen Ausbildung musste Heinrich Dokter sich der deutschen 4. Reservearmee in Belgien anschlieβen, um gegen das britische Berufsheer zu kämpfen. Während einer alliierten Offensive am 16. Dezember 1914 wurde er schwer verwundet. Wegen des groβen Ausmaβes seiner Verletzungen konnte er nicht in einer Sanitätswache gepflegt werden und wurde nach Roeselare in das Feldlazarett “Klein Seminarie” gebracht. Dort starb er am 20. Dezember an seinen Wunden. Zunächst wurde er auf dem Lazarettfriedhof von Roeselare begraben, später wurde er in ein Grab auf dem deutschen Soldatenfriedhof in Menen Wald umgebettet. Sein Grab trägt die Bezeichnung “Block P Grab 1754”. Heinrich Dokter war einer der vielen Männer seines Bataillons, die in den ersten Wochen des Kampfes starben. Nur 25 Prozent seiner Einheit überlebten diese ersten Wochen.