Gits Jules

Jules Gits wurde am 30. Dezember 1864 in Izegem geboren. Er war Arzt und Vater von sechs Kindern und wohnte zusammen mit seiner Frau Jeanne Paret in der Roeselaarsestraβe.

Er schrieb verschiedene Theaterstücke und Gedichte und war aktiver Politiker in der katholischen Partei in Izegem. Während des Krieges führte er ein ausführliches Tagebuch über das Alltagsleben in der Kriegszeit in Izegem. Der Augenzeugenbericht von Jules ist eine wichtige Informationsquelle über Izegem in Kriegszeiten, eine Gemeinde, in der sich viele Soldaten im Laufe des Krieges aufhielten. Gits beschrieb viele militärische Ereignisse, schrieb aber hauptsächlich über das Leben der Zivilisten in Izegem. Wie war es für die Bewohner in einer besetzten Stadt zu leben? Welche Verordnungen wurden erlassen? Wie organisierte das Ernährungskomitee die Distribution von Waren? Wie waren die Beziehungen zwischen den deutschen Soldaten und den Einwohnern von Izegem?

Das Tagebuch von Gits wurde in zwei Bänden vom Vorsitzenden des Heimatvereins “Ten Mandere” in Izegem, Jean Marie Lermyte, herausgegeben.