Das Schloss de Pélichy in Hooglede

Anfang November 1914 hörten die Einwohner von Gits das unheimliche Geräusch von brummenden Motoren aus der Richtung des Bahnhofs. Die Deutschen hatten nämlich ein Flugfeld zwischen dem Bahnhof und dem Schloss de Pélichy (dem heutigen Dienstleistungszentrum “Mariasteen”) angelegt. Das aus etwa 116 Leute bestehende Bodenpersonal hielt sich im Kloster der Weiβen Väter (der heutigen Schule Withuys) auf, während 14 Offiziere ins Schloss de Pélichy zogen. Von der Luft aus konnte man das Flugfeld leicht erkennen, da der Garten des Schlosses in einer Achtform angelegt worden war.

Im Februar 1915 wurde das Flugfeld in die Koolskampstraβe, in der Nähe vom Kloster der Weiβen Väter, verlegt. Das Flugfeld war vor allem während der zweiten Ypernschlacht von groβer Bedeutung und wurde häufig bombardiert, wodurch es viel Schaden erlitt. Vom 13. August 1916 bis Juli 1917 fungierte das Flugfeld in der Koolkampstraβe nur noch als Ausweichflugfeld für die Deutschen.

Das Schloss de Pélichy wurde im Oktober 1918 von den Deutschen zerstört, aber nach dem Krieg wurde es wieder aufgebaut. Der Turm und ein Teil des zweiten Stocks wurden aber nicht wieder hochgezogen.