Die Kneipe “het Wit Peerd” in der Brugstraβe in Izegem wurde von Camiel Sabbe geführt und war während des Krieges nur für Offizieren zugänglich. Auch andere Kneipen in Izegem durften nur von Soldaten betreten werden. Dort durften nur Männer arbeiten. Andererseits gab es auch Kneipen, zu denen nur Zivilisten Zugang hatten. In Izegem befanden sich auch einige Offizierskasinos: drei auf dem Markt, eins in der Gentstraβe (“de Coq”) und eins in der Stationsstraβe (“de Flandria”).

Die Kneipeninhaber mussten offiziell die Erlaubnis zur Eröffnung ihrer Kneipen bekommen und wurden dazu verpflichtet mithilfe von farbigen Buchstaben an der Auβenseite der Kneipe deutlich zu machen, wer die Kneipe betreten durfte.  In den belgischen Kneipen, die sowohl für Deutsche wie auch für Belgier zugänglich waren, war es verboten, deutsches Bier zu servieren.

Wenn die Kneipenbesitzer den Regeln nicht nachkamen, wurden sie bestraft:  ihre Kneipe wurde geschlossen, sie bekamen eine Geldstrafe bis zu tausend Mark oder eine Gefängnisstrafe von bis zu sechs Wochen.